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Dreiecksbeziehung, und am Ende ist der Kunde der Dumme!

Sicher die Überschrift klingt reißerisch und wahrscheinlich wissen Sie schon, dass die Leasinggeber auch im Reparaturfall gut an Ihnen verdienen. Die Zeiten an denen Leasinggesellschaften hauptsächlich über Zinsen ihr Geld verdienen sind lange vorbei. Heute wird auf allen möglichen Schienen versucht Geld zu verdienen. Was ja vom Grundsatz her durchaus legitim ist. Eine dieser Schiene sind die Rahmenabkommen mit Werkstätten.

Je mehr Umsatz die Werkstatt mit Ihren Fahrzeugen macht, desto mehr Bonuszahlungen (sogenannte Kick-Backs) fließen an die Leasinggesellschaften zurück. Man könnte nun sagen, das ist in Ordnung schließlich gehören die Fahrzeuge der Leasinggesellschaft. Das Ganze bekommt aber schnell ein „Geschmäckle“, wie der Schwabe zu sagen pflegt, wenn dabei Interessenskonflikte auftreten.

Und das ist schnell passiert. Vor allem dann, wenn es sich um einen sogenannten offenen Full-Servicevertrag handelt. Bei einem offenen Vertrag zahlen Sie eine monatliche Reparatur – und Wartungspauschale. Liegen Sie am Ende der vereinbarten Laufzeit darüber, so kommt es zu einer Nachzahlung. Liegen Sie darunter bekommen Sie Ihr zuviel gezahltes Geld wieder zurückerstattet. Soweit hört sich das alles sehr vernünftig an.

Ein Problem sind dabei die Rechnungsprüfungen. Hinter vorgehaltener Hand, werden solche Rechnungen gerne auch einfach einmal durchgeschleift ohne vorher richtig zu prüfen. Wieso auch, Sie als Kunde zahlen eh zum Schluss die Zeche und jede Rechnungskürzung hat zudem negative Auswirkungen auf die Bonizahlungen. Gerne wird ja mit dem Spruch geworben, dass man über Rahmenabkommen die Reparatur- und Wartungskosten senkt. Doch leider werden diese nur selten wirklich 100% weitergereicht.

Eines darf man auch nicht vergessen, die Bonizahlungen von Werkstatt zu den Fuhrparkmanagementgesellschaften, müssen irgendwo verdient werden. Entweder durch höhere Stundenverrechnungssätze oder man spart an anderer Stelle. Eine Werkstatt muss regelmäßig investieren (Spezialwerkzeug, Mitarbeiterschulungen…) , um Reparaturarbeiten fachgerecht ausführen zu können. Man kann nur hoffen, dass der Kunde am Ende nicht der Dumme ist und für das bezahlte Geld eine angemessene Leistung erhält.

 

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