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Car-Policy und Co2-Ausstoß

Mittlerweile findet bei einigen Unternehmen ein Umdenken statt. Viele Fuhrparkmanager richten verstärkt Ihren Blick auf den den Co2-Ausstoß. Erst kürzlich las ich in einer Fachzeitschrift, dass ein Unternehmen genaue Grenzen bei der Fahrzeugauswahl festlegt. Fahrer die diese Grenzen unterschreiten erhalten eine Art Bonuszahlung. Fahrzeugnutzer die den Grenzwert überschreiten werden zur Kasse gebeten.

Auf den ersten Blick macht das durchaus Sinn. Denn der Co2-Ausstoß hängt direkt mit dem Kraftstoffverbrauch zusammen. Aber wenn man es genauer betrachtet, so hat jeder vorausschauende Fuhrparkleiter auch früher schon den Kraftstoffverbrauch mit ins Kalkül gezogen.

Die vom Hersteller angegebenen Kraftstoffverbräuche werden im harten Arbeitsalltag kaum gehalten werden können. Evtl. besteht sogar die Gefahr dass die Fahrer, unter dem Deckmantel „grünes Fahrzeug“ mehr Gas geben, und somit den Kraftstoffverbrauch nach oben treiben. Gerade untermotorisierte Fahrzeuge verleiten Fahrer dazu, dass Gaspedal mehr durchzudrücken. Und nicht selten erlebt der Fuhrparkleiter dann später eine böse Überaschung bei der Spritabrechnung.

Meiner Meinung greift diese Massnahme zu kurz. Letztendlich sind die Gesamtkosten das Maß der Dinge. Überspitzt ausgedrückt: Was nützt ein Fahrzeug mit niedrigem Co2 -Ausstoß, welches unter einem hohen Wertverlust und hohen Werkstattkosten leidet.

Eine Bonuszahlung auf der Annahme dass das Fahrzeug später wenig Sprit verbraucht halte ich nur für bedingt Nachahmungsfähig. Besser und gerechter ist es, den Fahrer anhand des tatsächlich verbrauchten Sprits zu bewerten. Beispielsweise die Fahrer zu belohnen die 15% unter dem Durchschnitt der Aussendienstflotte liegen. In diesem Falle wird der Fahrer nicht nur bei der Auswahl des Fahrzeugs auf den Kraftstoffverbrauch achten, sondern auch im täglichen Einsatz.

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